Schachweltmeisterin, erste Großmeisterin
geboren 1941

Nona Gaprindaschwili wurde 1941 in Sugdidi geboren. 1962, mit einundzwanzig, gewann sie den Wettkampf gegen Jelisaweta Bykowa mit großem Vorsprung und wurde Schachweltmeisterin. Den Titel hielt sie sechzehn Jahre und verlor ihn erst 1978 an die siebzehnjährige Maia Tschiburdanidse, ebenfalls eine Georgierin.
Gaprindaschwili spielte oft gegen Männer. 1977 teilte sie beim starken Turnier in Lone Pine in den USA den ersten Platz, die erste von einer Frau erfüllte Großmeisternorm. 1978 verlieh die FIDE erstmals in der Geschichte einer Frau den Großmeistertitel, und diese Frau war sie. Sie selbst hält diese beiden Ereignisse für die wichtigsten ihres Schachlebens.
Bei den Schacholympiaden der Frauen gewann sie fünfundzwanzig Medaillen, darunter elf Mannschafts- und neun Einzelgoldmedaillen. Von 1989 bis 1996 leitete sie das Nationale Olympische Komitee Georgiens. 2021 verklagte Gaprindaschwili Netflix, weil die Serie „Das Damengambit“ sie als russische Spielerin bezeichnete, die nie gegen Männer angetreten sei. 2022 einigten sich die Parteien.