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Das Kreuz der heiligen Nino (Weinrebenkreuz)

Eine Reliquie im Zusammenhang mit der Predigt der heiligen Nino, durch die das Christentum um 326 zur Staatsreligion Kartlis wurde.

Das Kreuz der heiligen Nino (Weinrebenkreuz)
Paata Vardanashvili from Tbilisi , Georgia · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Das Weinrebenkreuz mit leicht herabhängenden Querbalkenenden wurde zum wichtigsten Symbol der georgischen Kirche. Der Überlieferung nach überreichte die Gottesmutter der heiligen Nino ein Kreuz aus Weinreben, und Nino band es, als sie Anfang des 4. Jahrhunderts nach Iberien aufbrach, mit ihrem eigenen Haar zusammen. Ninos Predigt führte zur Taufe König Mirians III., und das Christentum wurde Staatsreligion Kartlis.

Die Reliquie selbst legte einen weiten Weg zurück. Bis 541 wurde sie in Swetizchoweli aufbewahrt, während der persischen Einfälle nach Armenien gebracht, und David der Erbauer holte sie 1124 zurück. In den unruhigen 1720er Jahren versteckte man das Kreuz in Ananuri, und von dort brachte es Bischof Timotheos nach Moskau, wo es in die Familie des emigrierten Prinzen Bakar gelangte.

1801 überreichte Bakars Enkel Giorgi das Kreuz Kaiser Alexander I., der es ein Jahr später an Georgien zurückgab. Seit 1802 wird die Reliquie in der Sioni-Kathedrale in Tiflis aufbewahrt. Die vertraute Form mit herabhängenden Armen bildete sich übrigens erst in der Neuzeit heraus, nicht zu Ninos eigener Zeit.

Die Aufnahme von Paata Wardanaschwili aus dem Jahr 2007 zeigt nicht die Reliquie selbst, sondern eine Darstellung des Weinrebenkreuzes im Inneren der Sioni-Kathedrale, eben jener Kirche, in der sie aufbewahrt wird. Solche Kreuze findet man in Georgien überall, von Kirchenwänden bis zu kleinen Halskreuzen, und in jedem wiederholt sich dieselbe Geschichte von der Rebe und dem Haar.

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