Ein georgischer Tisch in einem alten Haus in Wera

Das Restaurant versteckt sich in einem alten Herrenhaus des 19. Jahrhunderts, tief in einer stillen Sackgasse in Wera, und von der Straße geht man leicht daran vorbei. Man muss in den Hof treten, wo zwischen dem Grün die Tische gedeckt werden, und von der Gartenterrasse öffnet sich die Stadt, die unten ausgebreitet liegt.
In der Küche geht Ramaz Gemiaschwili frei und mit Fantasie mit der georgischen Tradition um. Vertraute Geschmäcker nehmen hier unerwartete Wendungen: Chinkali kommen mit Pesto, das Fleisch wird von einer Sauce aus Roquefort und scharfem Pfeffer begleitet. Die Weinkarte verdient eigene Aufmerksamkeit, und die Desserts gelten hier nicht als Formsache, sondern behalten am Ende des Abendessens ihren vollen Platz.
Der Name des Restaurants verweist auf „Keto und Kote“, die erste georgische komische Oper, geschrieben von Wiktor Dolidse. Ihre Premiere fand am 11. Dezember 1919 in Tiflis statt.
In „Keto und Kote“ treffen die Geschichte der Stadt, ein altes Tifliser Haus und die heutige georgische Küche an einem Ort zusammen, an dem man leicht vorbeigeht und den man schwer vergisst.